Wettbewerb Schlattholz

Aufgabenstellung:

Die Stadt Schopfheim plante 2005 die Entwicklung des Baugebietes „Schlattholz“ mit einer Gesamtfläche von ca. 13 ha in zwei Bauabschnitten um eine zeitversetzte Realisierung zu ermöglichen. Jedoch sollte trotzdem eine einheitliche Gesamtplanung vorgenommen werden. Unterschiedliche Randbedingungen wie eine heterogene angrenzende Bebauung, Sportflächen, ein Schwimmbad, eine vielbefahrene Bundesstraße sowie eine Bahnlinie und ein Naturschutzgebiet prägten das Entwicklungsgebiet. Überbaut werden sollten ca.15% der Fläche mit Einheiten von Doppel, Reihen- und Mehrfamilienhäusern sowie einer Sonderbebauung entlang des Naturschutzgebietes.

Erläuterungsbericht

Der Entwurf sieht eine Unterteilung der Bebauung in drei mögliche Abschnitte vor, jedoch ausgehend von einer mittelfristigen Gesamtüberplanung des Gebietes als Bauabschnitt 2.

Im Bauabschnitt 1 bilden die drei viergeschossigen Wohnbauten den Auftakt der durch zweigeschossige Doppel- und Reihenhäuser gegliederten Struktur. Gleichzeitig bilden sie durch ihre Höhe einen Übergang von der Solitärstruktur der Hochhäuser des Rosengartens zur neuen Bebauung. Diese neue Bebauung definiert sich durch nach Südwesten orientierte Doppelhäuser, flankiert durch nach Südosten ausgerichtete Reihenhäuser. Durch diese Anordnung entstehen Quartiere mit geschützten privaten Grünbereichen, die die Möglichkeit der Kommunikation bieten.
Entlang des Schlierbaches entsteht ein öffentliche Grünzone unter Berücksichtigung der vorhandenen Vegetation.

Im Bauabschnitt 2 wird die in Bauabschnitt 1 vorhandene Struktur parallel zur Bahnlinie fortgeführt. Im Nordosten bilden vier dreigeschossige Wohnbauten den Auftakt für die zweigeschossige Doppel- und Reihenhausbebauung und definieren gleichzeitig einen Abschluss hin zur Schlattholzstrasse.

Der Bauabschnitt 3 beinhaltet die Planung des Bauabschnittes 2 ohne eine Überbauung des Schwimmbades. Die Struktur sowie die Erschliessung bleiben wie in Bauabschnitt 2 erhalten, lediglich wird die vorgesehene Ringstrasse als Verbindung von der Schlattholzstrasse zur Königsberger Strasse ausgebildet. Somit ist eine nahtlose Erweiterung des Bauabschnittes 3 zur Gesamtüberplanung des Bauabschnittes 2 möglich.

Als Sonderbebauung ist eine spezielle Wohnform in Holzbauweise geplant. Vorgesehen sind 16 bzw. 18 aneinander gereihte Holzkuben, die jeweils ein Ensemble bilden. Die acht mal acht Meter großen Einheiten sind gestützt auf einem mittig liegenden Betonsockel, um großflächige Berührungspunkte mit der Grünstruktur zu vermeiden.
Die einheitliche Größe der Kuben ermöglicht eine flexible Grundrissgestaltung. Denkbar ist je nach Raumbedarf eine Zusammenschaltung mehrerer Einheiten, um so Grundrisse für Bewohner verschiedener Generationen zu gestalten.
Diese Sonderbebauung bildet im Südosten gleichzeitig den Abschluss gegenüber den ausgewiesenen und schützenswerten Biotopflächen.